Greifswald. Nicht ohne Folgen blieb die diesjährige Rückbesinnung des Nordischen Klangs auf die Klassische Musik. Das Festivalpublikum dankte es den Machern mit vollen Sitzreihen und üppigem Beifall. Am Donnerstag kamen Liebhaber und Kenner des Genres gleich zwei Mal innerhalb eines Tages in den Genuss von hochwertigen Darbietungen.

Mit romantischer Musik aus Skandinavien und Deutschland begeisterten das FrauenChorEnsemble von St. Nikolai unter der Leitung von Frank Dittmer und das Universitätssinfonieorchester unter UMD Harald Braun ihre Zuhörer. Mit einem deutlichem Schwerpunkt auf das Liedschaffen der nordeuropäischen Komponisten Waldemar Ahlen, Wilhelm Peterson-Berger, Hugo Alfven, Niels W. Gade und Edvard Grieg. Überraschten von Letzterem die a cappella vorgetragenen „Sieben norwegischen Kinderlieder“ op. 61 durch ihren herrlich harmonischen Fluss, so stießen die Peer Gynt Suiten op. 46/ 55 als bewährter Publikumsliebling auf erwartungsgemäß guten Zuspruch. All dies allerdings, nicht ohne den diesjährigen musikalischen Jubilar Felix Mendelssohn Bartholdy. Ihm gedachte das FrauenChorEnsemble von St. Nikolai a cappella mit dem Terzett „Hebe Deine Augen auf“ und dem Doppelquartett „Denn er hat seinen Engel befohlen über dir“ aus dem Oratorium Elias.

Im anschließenden Kammermusikkonzert in der Aula der Universität Greifswald setzte das Artic Piano Trio den seinerzeit wirkungsmächtigen Komponisten, Dirigenten und Pianisten mit dessen 1. Klaviertrio in d-Moll op. 49 an den Schluss ihres Programms bestens in Szene und hielt mit seinem herrlich spritzigem Zusammenspiel den fast ausverkauften Saal vier Sätze lang in Atem. Selbst das leiseste Husten oder Rascheln blieb beim Umblättern der Musiker zwischen den einzelnen Teilen vor Ergriffenheit der Versammelten aus. Und das nachdem das aus der Pianistin Tiina Karakorpi, dem Violinisten Anders Kjellberg Nilsson und dem Cellisten Johannes Rostamo bestehende Trio für Edvard Griegs Andante con moto in c-Moll und Einar Englunds Klaviertrio herzlichsten Zuspruch erhalten hatte.