Festhalten ist beim neuen Bondstreifen angesagt. Von Anfang an. 007 darf in „Ein Quantum Trost“ neue Wege gehen. Bereits am Wochenende klingelten in Europa die Kinokassen und verpassten der Fortsetzung von „Casino Royale“ beste Einspielergebnisse. In den USA steht die Premiere an diesem Samstag an.

Fakt ist: Die investierten 230 Mio. $ sind als Budget gar nicht so schlecht angelegt. Die Frage nach dem besten Bonddarsteller sollte zurückgestellt werden. Sie ermüdet nur unnötig. Mit Daniel Craig kommt ein frischer Wind in den schematischen Charakter des britischen Geheimagenten.

Effizient, schlagkräftig und recht wortkarg kommt 007 neuerdings daher. Leider fehlt diesen modernen Gentlemen jeglicher Art von Humor. Leider. Nicht allein hier erhielt das alte Grundkonzept einen kräftigen Nachschliff. Mit der rachesüchtigen Camille (Olga Kurylenko) steht ihm ein fast ebenbürtiges Bondgirl auf der globalen Jagd nach dem Mördern seiner geliebten Vesper Lynd zur Seite. Irgendwie hat jeder seine eigene offene Rechnung. Aus Liebe, der Familie wegen oder aufgrund eines Auftrags.

Zu den schnellen Schnitten, gewagten Stunts und herrlichen Schauplätzen werden quasi-vielschichtige Liebeleien an schmackhaften Stellen gereicht. Allerdings ganz ohne knappen Bikini. Eines verspricht der auslaufende Abspann bereits jetzt: Es wird weitergehen.

Wie sehr Daniel Craig als 007 die aufpolierte Agenten-Oper weiterhin durchschütteln darf, wird sich zeigen. Ob „Ein Quantum Trost“ immer im Schatten von „Casino Royale“ stehen wird, sollte jeder Kinogänger selbst entscheiden. In jedem Falle ist die Fortsetzung der jüngsten Leinwandserie vor allem eines: sehenswert.  R., U.