Seit der Schließung des Instituts für Sportwissenschaften vor zwei Jahren steht die Frage nach der Zukunft des Hochschulsportes innerhalb der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zur Diskussion. Nicht allein das. Mitte Mai wandten sich der derzeit kommissarisch arbeitende AStA-Vorsitzende Thomas Schattschneider und der ehemalige AStA-Referent für Kultur, Sport und Erstsemesterwoche Christian Bäz mit einem Brief über die Förderung des universitären Hochschulsportes nach Schwerin.
Darin heißt es: „Als Vertreter der Studierendenschaft bitten wir die Landesregierung, ihren Teil zur Förderung und Unterstützung des Hochschulsportstandortes Greifswald beizutragen.“ Bereits zu Beginn des Jahres sprach sich die hiesige Studierendenschaft für eine Stärkung des Hochschulsportes aus. Dank eines Antrages des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Für das Haushaltsjahr 2008 stellte das Studierendenparlament (StuPa) eine zweckgebundene finanzielle Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro ein. Damit sollen die Weiterbildungen von studentischen Übungsleitern und Anmeldungen von Studierenden an Meisterschaften und Pokalen des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh) gefördert werden.
Die jüngste briefliche Anfrage aus dem AStA-Büro in der Domstraße 12 zielt auf den Beitrag des Landes ab. Bisher fördert die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern den Hochschulsport landesweit mit 1,83 Euro pro Studenten. Der höchstmögliche Betrag liegt bei 3,58 Euro. Mit dem Schreiben wollen Christian Bäz und Thomas Schattschneider die Überprüfung einer Erhöhung der Fördersumme auf einen angemessenen Betrag anregen. „Die Studenten zahlen eine Menge Geld für ihre Kurse“, wirft Christian Bäz ein. Dafür müssen deren Sportstätten und Betreuung hochwertig sein. Gerade weil die Turnhallen für Studierende angemietet werden müssen. Gerade weil Mecklenburg-Vorpommern zum Gesundheitsland Nummer eins werden soll.
„Es besteht dringender Handlungsbedarf“, stimmt dem Thomas Schattschneider zu. Die für 2008 eingestellten 4.000 Euro sollen dem Land dabei ein Signal und ein Anreiz sein, mehr Geld als bisher zu geben. Angesichts der guten Förderung der städtischen Sportvereine durch Schwerin stellt Christian Bäz dennoch fest: „Der Hochschulsport kommt dabei zu kurz.“ Bisher wurde der Brief nicht beantwortet. Weder vom Bildungs-, Finanz-, Innen-, Sozialministerium oder von der Staatskanzlei. „Mal sehen, was da kommt“, meint Thomas Schattschneider.

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